Messkurven wurden schon sehr lange auf sog. XY-Schreibern dargestellt. Ein Filzschreiber diente zur Aufzeichnung der gemessenen Werte. Diese XY-Schreiber wurden später zum Plotter umgebaut. Das war nur möglich, da zu dieser Zeit Personalcomputer auf den Markt kamen die diese Plotter ansteuern konnten. Der erste Computer dieser Art war der Apple II von Apple Computer.

Den legendären Digiplot von Graphtec kennt fast jeder Ingenieur der damals sein Studium absolviert hat. Der Digiplot war der erste intelligente DIN A3 Flachbettplotter, der über eine eigene Programmiersprache verfügte. Daraus entwickelte sich die Graphtec eigene Plottersprache GP/GL ähnlich dem HP/GL von Hewlett Packard.

Aus dem Stiftplotter entwickelte sich dann der Schneideplotter. Auch hier war Graphtec der erste Hersteller, der eine intelligente Schleppmessertechnik besaß. Heute ist diese Technik so ausgefeilt, dass die Kontur nicht nur präziser wirkt sondern das der Plotter auch wesentlich schneller mit der Ausgabe fertig ist als bei einem tangential gesteuerten Plotter

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Schneideplottern, die Flachbettschneideplotter und die sog. Gritrollenschneideplotter. Bei Flachbettplottern ist die Plotfläche fest vorgegeben, beim Gritrollenplotter wird die Folie bzw. das Medium durch die Gritrollen in einer Achse vor- und zurück bewegt. Dadurch ist das Plotten von Überlängen nicht eingeschränkt. Flachbettplotter können, im Gegensatz zu Gritrollenschneideplottern, auch sehr dickes Material schneiden.

Alle Schneideplotter haben eine programmierbare Auflösung (GP/GL) von 0,01mm. Dadurch sind auch kleinste Schriften auch bei sehr dünnen Folien noch zu schneiden. Es können Rollen- und Restfolien verarbeitet werden. Der Werkzeughalter wird kontrolliert angesteuert, so dass sanftes Absenken genauso möglich ist, wie eine gezielte Andruckregelung. Die Geschwindigkeit kann für das abgesenkte und für das abgehobene Messer jeweils bestimmt werden. Einfache Bedienerführung über Funktionstasten wie Test, Kopieren usw.. GRAPHTEC Schneideplotter verfügen über eine variable Offsetkontrolle. Dabei kann der Andruck als auch der Winkel eingestellt werden. Es können von den Daten im Datenspeicher bis zu 99 Kopien gemacht werden, wobei der Abstand zwischen den Kopien definiert werden kann. Ein Drehen der Objekte um 90° ist möglich. Die Schneideplotter sind in der Lage, Vektoren zu ignorieren. Dies findet dann Anwendung, wenn Programme zu kleine Vektordaten zum Plotter schicken.

Einige Plotter verfügen über einen speziellen Modus für dickes Material (bis zu 1mm). Bei dickem Material wird jede Gerade um einen einstellbaren Wert überschnitten. Der Überschnitt kann jeweils für den Anfangs- und Endpunkt eingestellt werden (Flockfolie). Weiterhin verfügen die Schneideplotter über eine Distanzjustage. Damit kann bei dickeren Folien die Abweichung zur Solllänge korrigiert werden.

Für das Ausschneiden von Aufklebern sind die GRAPHTEC Schneideplotter speziell ausgestattet. Sie verfügen über die Funktion der Koordinatentransformation. Damit können mit Hilfe der eingebauten Lichtmarkierung oder mit einer Lupe Passemarken angefahren werden. Der Plotter errechnet danach für alle ankommenden Daten die Rechtwinkligkeit.

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